Konzept

lzpb_labelHistorische Lernorte und Gedenkstätten fordern ihren Besuchern mitunter viel ab. Sie konfrontieren Menschen mit Geschichte(n) und Bildern, die teilweise nur schwer verdaulich sind.Die gestiegene Anzahl junger Menschen mit Flucht-, Vertreibungs-, und/oder Gewalterfahrung erfordert eine Revision der historisch-politischen Bildungsarbeit, insbesondere an jenen Orten, die direkt an Verfolgung und Terror erinnern.

Das Team der Willkommensstätten hat sich vorgenommen, hier einmal genauer hinzuschauen.Haben die Veränderungen in den Schulklassen Auswirkungen auf das Lernen außerhalb der Schulklassen? Fordern die Entwicklungen eine weitere Steigerung der ohnehin schon gebotenen Sensibilität der Gedenkstättenmitarbeiter_innen ab? Welche Perspektiven und Chancen eröffnet die Situation? Seit Januar 2016 haben wir uns mit dem Thema beschäftigt und nun sehen wir uns in der Position, auch endlich aktiv Output in Form von Handreichungen, Vernetzungstreffen und eben dieser Homepage zu produzieren.

 

Auszug aus dem Förderantrag

„Trotz des verbreiteten Bewusstseins über bestehende und möglicherweise noch auftretende Probleme mit (Re-) Traumatisierungen, Ausgrenzungen und Sprachbarrieren, fehlt in nahezu allen außerschulischen Lernorten ein dokumentiertes Monitoring der jeweils auftretenden Herausforderungen oder der individuellen Problemfälle und Lösungsansätze. Deshalb sind zuverlässige Ansprechpartner notwendig, die die Erfahrungen sammeln und analysieren, um im Bedarfsfall beratend helfen zu können – sei es durch die Empfehlung von Best-Practise-Projekten, sei es durch die Vermittlung von Experten oder durch konkrete Unterstützung vor Ort.“