NETZwerkstatt Saalefeld

NETZ Netzwerk – Empowerment – Transparenz – Zusammenhalt
Unter diesem Motto fand am 21.06.2017 in Saalfeld ein von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisiertes Vernetzungstreffen statt, an dem auch ich als Mitarbeiterin der Willkommensstätten teilnahm. Im Rahmen von Gruppenarbeiten und eines offenen Austausches kamen vor allem haupt- und ehrenamtliche Akteure des Landkreises zusammen, die sich zum Teil in ganz unterschiedlicher Art für geflüchtete Menschen engagieren. Dabei stand die ehrliche Identifizierung und Reflexion von gemeinsamen Herausforderungen im Vordergrund.
Gleich bei der Begrüßung hob Frau Eva Nagler von der Friedrich-Ebert-Stiftung hervor, dass es besonders viele Projekte im Landkreis gibt und eine sehr hohe Bereitschaft sich auf diesem Gebiet zu engagieren. Dies gilt es nach Meinung der FES zu stärken und auch über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt zu machen.

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Die Reflexion des eigenen Arbeitsalltages und der dortigen Herausforderungen nahm einen großen Platz ein.

Viele der Teilnehmer kannten sich bereits und so galt es zu Beginn im „Bienenstock“ weniger darum das Eis zu brechen als vielmehr ungehemmt die neuesten Gerüchte zu verbreiten und zu kommentieren. Als Teilnehmerin mit der weitesten Anreise stand ich und unser Projekt schnell ebenfalls im Mittelpunkt. Man fragte mich über die Inhalte aus und unterhielt sich angeregt über die Notwendigkeit eines ähnlichen Projekts für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.
In der anschließenden ersten Gruppenarbeit sollten die Teilnehmer ihren Fokus auf ihre Perspektiven und Wünsche für die Zukunft legen – konkret das Jahr 2020. Schnell wurde klar, dass die essentiellen Themen auch hier bei den Akteuren die gleichen sind wie wir sie schon an so vielen anderen Stellen gehört haben. Wohnraum, Arbeit und Bildung, Mobilität, Kommunikation mit der Politik sowie ein selbstverständliches Miteinander bildeten demnach die Oberbegriffe für die zweite Gruppenphase. Es wurde erneut viel diskutiert, aber auch Best-Practice Beispiele und Lösungsansätze genannt.
Abschließend im Plenum war der Wunsch nach mehr Möglichkeiten der Teilhabe von Neuankömmlingen und mehr Heterogenität auch innerhalb der Akteure genau so laut zu vernehmen, wie nach mehr Unterstützung und Kommunikation mit der Politik.
Wir danken der Friedrich-Ebert-Stiftung und allen Teilnehmern der NETZwerkstatt, dass sie uns einen so ehrlichen Einblick in ihre Arbeit gegeben haben. Der Blick über den Tellerrand lohnt sich eben immer.