Ein neues Gesicht: Stephanie Kanne

Seit einiger Zeit unterstützt uns nun Stephanie Kanne im Rahmen eines Pflichtpraktikums für ihr Masterstudium der Kunstgeschichte an der WWU-Münster. Mit ihrem Fachwissen und viel Elan bereichert sie unser Projekt und unser Tagungskonzept um viele Facetten. Von daher ist es Zeit für ein kleines Zwischenfazit in Form eines Interviews:


Willkommensstätten: Liebe Stephanie, jetzt ist die Hälfte deines Praktikums schon fast rum. Zeit für ein Zwischenfazit. Kannst du dich an den Moment erinnern, als du erstmals von den Willkommensstätten gehört hast?
Natürlich. Ich war im Geschichtsort Villa ten Hompel, um mich für ein Praktikum zu bewerben. Dort wurde ich gefragt, ob ich mir auch vorstellen könnte, diese völlig neue Projektidee mitzugestalten. Als ich mir erklären lassen hab, worum es geht, habe ich sofort zugesagt und war total gespannt, was mich erwarten würde.

Willkommensstätten: Haben sich denn deine Erwartungen erfüllt?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich selbst hatte gar keine konkreten Erwartungen, weil ich der Meinung bin, dass die sich eh meist nicht erfüllen. Entsprechend unvoreingenommen war ich an meinem ersten Tag. Ich hatte natürlich schon gehofft, dass ich mich aktiv einbringen darf und meine Ideen wertgeschätzt werden – das hat sich jedenfalls total erfüllt.

Willkommensstätten: Wie war denn dein erster Tag?
Wow – gute Frage. Ich war zunächst etwas unsicher, weil ich mich hier im Haus erst einmal zurechtfinden musste. Inzwischen habe ich so viele Leute kennengelernt und es ist so viel passiert, dass ich gar nicht mehr weiß, was genau ich am ersten Tag gemacht habe.

Willkommensstätten: Das werten wir mal als gutes Zeichen. Hattest du vielleicht ein Highlight, von dem du erzählen möchtest?
Stand jetzt war es wohl der Workshop mit einer Dortmunder Schulklasse, der mir persönlich sehr viel gegeben hat. Die Arbeit mit den jungen Schülerinnen und Schülern war für mich wirklich aufregend und ich war zunächst etwas unsicher. Von den Kollegen habe ich aber wertvolle Tipps bekommen und ich war regelrecht erstaunt über die Methodenvielfalt. Das hatte ich aus meiner Schulzeit deutlich trockener in Erinnerung. Am Ende hat es sogar richtig Spaß gemacht.

Willkommensstätten: Jetzt arbeiten wir bei den Willkommensstätten vor allem an ziemlich schwermütigen Themen. Kann da Spaß eine Rolle spielen?
Ich finde, wenn man etwas lernen soll, kann Spaß durchaus helfen, um Interesse zu wecken. Wer interessiert ist, stellt Fragen – und das wollen wir schließlich erreichen. Natürlich darf es nie ins Respektlose abdriften, aber langweilen will sich schließlich niemand.

Willkommensstätten: Beschreib doch bitte mal deine konkrete Arbeit bei den Willkommensstätten.
Bei meinem Praktikumsbeginn setzte ich mich mit Dennis Grunendahl in einem Konferenzraum. Wir nahmen jeder einen Edding und erstellten in den nächsten 20 Minuten eine Mind-Map über meine Kompetenzen, meine Ziele und meine Wünsche, die wir mit den verschiedenen Aufgabenbereichen der Willkommensstätten verbanden. Am Ende waren wir uns einig, dass ich die künstlerische Vermittlung von historischen Themen und die künstlerische Verarbeitung von Erlebnissen untersuchen und nach Schnittmengen zwischen den beiden Komplexen suchen würde.

Willkommensstätten: Letzte Frage. Was ist in deinen Augen das Besondere an den Willkommensstätten?
Mich reizt vor allem, dass ich hier meine Studienfächer sinnvoll mit tagesaktuellem Geschehen verbinden kann. Die praktische Arbeit mit heterogenem Publikum hilft mir sehr meinen Horizont zu erweitern und mir wird andersherum das Gefühl vermittelt, dass meine Ideen wirklich gefragt sind.

Willkommensstätten: Stephanie, vielen Dank für das Gespräch. Schön, dass du mit an Bord bist!


Stephanie Kanne

Unsere neue Praktikantin Stephanie Kanne