Verstehen „mit eigenen Augen“ – über den Umgang mit Geflüchteten in konkret authentischen Gedenkstätten

Für viele Schülerinnen und Schüler ist der Besuch einer NS-Gedenkstätte oder eines Dokumentationszentrums fester Bestandteil der Schullaufbahn. Die Jugendlichen mit der verstörenden nationalsozialistischen Vergangenheit zu konfrontieren, ist für Gedenkstättenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter an sich bereits eine Herausforderung. Sie wird im Kontext der zunehmend multikulturellen Gesellschaft jedoch noch komplexer, gilt es hier u. a. auch auf Fluchterfahrungen einzugehen und zu entscheiden, inwiefern Führungen, Seminare und andere Formen pädagogischer Arbeit angepasst werden müssen, um eine eventuelle Retraumatisierung zu vermeiden.

Die Publikation beschäftigt sich mit Erfahrungen, Problemen und Strategien im Umgang mit Geflüchteten in konkret-authentischen Gewaltorten und soll einen Überblick schaffen über die bisher geleistete Arbeit und die noch ausstehenden Zielsetzungen. Anhand von Befragungen verschiedener Gedenkstätten wird erfasst, wie sich die derzeitige Situation an den einzelnen Standorten darstellt. Darüber hinaus werden die Problematiken im Umbruch gedenkstättenpädagogischer Arbeit beleuchtet. Das Langzeitziel besteht in der Erfassung und Fixierung von Leitlinien im Umgang mit Geflüchteten in Gedenkstätten durch den Erfahrungsaustausch der dort arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gegen eine Schutzgebühr von 5€ ist die Publikation voraussichtlich ab März erhältlich.